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Zu Hause bei: Walter White von Breaking Bad

Es war das Serien-Highlight der letzten Jahre. Der Moment, als die Beliebtheit gut produzierter Serien jene von Filmen überflügelte.
Als Schauspieler Bryan Cranston vom verrückt-lustigen Hal aus Malcom Mittendrin zum genial bösen, irgendwie menschlichen Walter White wurde. Einem Chemielehrer, braven Familienvater, der im Zweitjob Autos wäscht und sich nach einer Krebsdiagnose entscheidet, Crystal Meth zu produzieren, um seiner Familie Geld zu hinterlassen.
Worauf er sich unter dem Namen Heisenberg zum rücksichtslosen Drogenproduzenten wandelt, der die Kartelle aufmischt.
Say my name.
 

Walter White in der Wüste ohne Hose
 

And the winner is …

 
Die Rede ist natürlich vom amerikanischen Serienhit Breaking Bad, der von 2008 bis 2013 ausgestrahlt wurde. Keine Serie erhielt jemals so viele Auszeichnungen (allein Bryan Cranston bekam vier Mal den Emmy in der Kategorie „Beste Hauptrolle“). Noch nie hat sich ein solcher Hype um eine Serie entwickelt. Noch nie wurde das Finale einer Serie mit solcher Aufregung erwartet.

Was sicher auch daran liegt, dass Serien in der Vergangenheit so lange weiterproduziert wurden, bis es keine Zuschauer mehr gab. Nicht so bei Breaking Bad. Hier erfolgte das Ende am Höhepunkt der Popularität, mit einem Paukenschlag-Finale.
 

Die Immobilien von Breaking Bad

 
Es gibt eine Reihe von Immobilien, die eine bedeutende Rolle spielen im Verlauf der Serie. Das Zuhause stellt einen Angelpunkt in den diversen zwischenmenschlichen Beziehungen dar. Bei der Hauptfigur Walter White und seiner Frau Skyler geht es mehrmals darum, wer wen des gemeinsamen Hauses verweisen darf. Wer bestimmt, wer zuhause bleibt und wer nicht.
 

Walter und Skyler White in ihrem Haus
 
Ebenso ist es bei Walters Gehilfen Jesse Pinkman. Er wird von seinen Eltern aus dem Haus geschmissen, weil sie ihn zu Unrecht des Drogenkonsums verdächtigten. Als Revanche kauft er ihnen über den Anwalt Saul Goodman anonym das Haus ab, nachdem er den Preis zuvor durch Erpressung gesenkt hat. Der Moment, als er vor ihren Augen wieder in „sein“ Zuhause einzieht, während sie ihre Sachen packen müssen, ist süße Rache für ihn.

Ein weiterer wichtiger Ort ist derjenige, an dem Walter und Jesse ihr Crystal Meth produzieren. Angefangen wird nicht in einer richtigen Immobilie, sondern in einem Wohnmobil. Schon bald kochen sie in einem High-End Labor, was ihren Aufstieg widerspiegelt. Am Ende muss Jesse angekettet unterirdisch für ein Drogenkartell Meth zubereiten. Der Produktionsort als Sinnbild für Aufstieg und Absturz, für Erfolg und Misserfolg.
 

Walter White und Jesse Pinkman im Labor
 

Zuhause bei den White’s: White Residence

 
Doch kehren wir noch einmal zum Haus von Walter White, seiner Frau Skyler und den Kindern Walt Jr. und Holly zurück. Hier spielt sich ein Großteil der Serie ab. Das Haus ist Rückzugsort, Sicherheit, familiäre Idylle. Gleichzeitig ist das alles Schein. Im Haus wird Drogengeld versteckt, mehrmals wird es von Kartellkillern bedroht, die draußen lauern. Der Schein der Sicherheit trügt. Es entsteht ein Spiel daraus, dass Walter die Gefahr vor seiner Familie verheimlicht. Er will sie keiner Gefahr aussetzen, er will ihnen nicht das Gefühl der Sicherheit nehmen. Ihre Lebensqualität.

Doch dann beginnt die Zerstörung von innen. Seine Frau Skyler kommt seiner illegalen Aktivität auf die Schliche, Streit und Konflikt ziehen ein ins Haus. Walter muss ausziehen, mehrmals. Er fordert, dass er wieder einziehen darf, besteht auf seiner Rolle als „Herr des Hauses“. Der Streit der beiden, wer über das Zuhause bestimmt, führt bis zum juristischen Konflikt.
 

Walter White in seinem verlassenen Haus
 
Am Ende steht das Haus leer da und verfällt. Randalierer haben in dem Anwesen gewütet. Walter White muss in seinem ehemaligen Heim das eigene Schicksal erkennen – es war aufregend, aber im Endeffekt alles vergebens. Seine Identität ist aufgeflogen, seine Familie hat ihn verstoßen und musste selber ausziehen in ein kleines Apartment. Durch seine Rückkehr erwartet ihn der Tod.
 

308 Negra Arroyo Lane, Albuquerque, New Mexico

 
Bei einem Streit Walters mit seiner Frau Skyler schleudert er eine als Gastgeschenk gedachte Pizza aufs Dach des Hauses. Die Szene ist ziemlich markant. Und führte zu einigen Ärgernissen bei Fran und Louie Padilla.
 

Walter White wirft Pizza aufs Dach
 
Bei den beiden handelt es sich um die tatsächlichen Besitzer des Familienhauses obiger Adresse. So sehr sie sich ursprünglich über die Aufregung eines Filmsets und die finanziellen Einnahmen gefreut haben – mittlerweile hat der Kultfaktor der Serie für einigen Ärger bei ihnen gesorgt.

Direkt nach dem Ende der Serie begannen Fans nämlich, Pizzen aufs Dach zu werfen. Das wiederholte sich in so erschreckender Häufigkeit, dass schließlich Vince Gilligan, der Erschaffer der Serie, sich in einem Video mit der Bitte an die Fans wandte, das bleiben zu lassen. Doch selbst die Androhung von ernsten Konsequenzen von Schauspieler Jonathan Banks in seiner Rolle als Killer Mike Ehrmantraut half wenig. Die Fans warfen weiter Pizza. Schade drum eigentlich.

Außerdem kamen phasenweise bis zu 1.000 Personen im Monat zum Anwesen von Fran und Louie Padilla. Anfangs fanden sie das noch nett. Als Fans immer öfter direkt in den Garten und ins Haus reinmarschierten, saß Fran irgendwann mit einer Schrotflinte im Vorgarten und drohte jedem Ankömmling. Breaking Bad-Style eben. Verkaufen wollen sie trotzdem um keinen Preis.
 

Fun Facts rund um Breaking Bad

 
Immer wieder finden sich im Verlauf der Serie zentrale Bildelemente in diversen Immobilien wieder. So zum Beispiel die zwei versetzten Felder des Periodensystems im Titel, die sowohl als Wandmuster in der Wohnung Walters auftauchen als auch als Bodenmuster in einem Büro.

Bryan Cranston hat sich genau dieses Muster am letzten Drehtag auf den Ringfinger tätowieren lassen. Sehr zum Ärgernis seiner Frau.

Für seine Rolle als Walter White waren ursprünglich Matthew Broderick oder John Cusack geplant. Die Produktionsfirma glaubte nicht, dass Hal von Malcolm Mittendrin der richtige für die Rolle war. Wer kann es ihnen verübeln.

Einige Schauspieler von Breaking Bad haben in den 90ern bei der Sitcom Seinfeld mitgespielt. Dazu zählen u.a. Bryan Cranston als Zahnarzt, Anna Gunn (Skyler) als Freundin von Jerry Seinfeld und Bob Odenkirk (Saul Goodman) als Freund von Elaine.

Bryan Cranston hat einem Bösewicht der ziemlich trashigen 90er Serie Power Rangers eine verrückte Stimme verpasst. Außerdem hat er in einer Folge von Akte X: Die ungelösten Fälle des FBI gespielt. Wo deren Autor und Breaking Bad-Erschaffer Vince Gilligan auf ihn aufmerksam wurde.

Nach dem Ausstrahlen der Serie tauchte tatsächlich blau eingefärbtes Crystal Meth aus Mittelamerika auf.

Die Anleitung zum Kochen von Crystal Meth wurde bewusst verfälscht. Man kann als Fan der Serie nicht selbst zum Drogenbaron werden. Bryan Cranston und Aaron Paul lernten von der DEA aber tatsächlich, wie es gefertigt wird.

Trotzdem hat die Serie ein paar Lehrer auf falsche Gedanken gebracht. Sie wurden verhaftet, weil sie Crystal Meth produzierten. Darunter war ein Chemie-Lehrer, eine Mathematik-Professorin und ein tatsächlich an Krebs erkrankter Lehrer.

Einen entscheidenden Baustein zum Finale lieferte ein Fan. Vince Gilligan und einige der Schauspieler besuchten den schwerkranken Teenager Kevin Cordasco, einem Riesenfan der Serie. Der sagte, dass er mehr über Gretchen und Elliott Schwartz wissen wollte – die früheren Geschäftspartner von Walter White. Gilligan fand die Idee großartig und ließ die beiden eine zentrale Rolle beim Finale spielen.

 
Andere fiktive Immobilien:
Zu Hause bei Fox Mulder von Akte X
Zu Hause auf Monkey Island
Zu Hause bei Darth Vader – Star Wars
Zu Hause bei Mundl – Ein echter Wiener geht nicht unter

 


Autor: .


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Kategorie: Fiktive Immobilien