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Die Heimat der Gartenzwerge und Guerilla-Gardening für Anfänger

Wie im vorher gegangenen Artikel „Die Alternative zu Haus mit Garten: der Schrebergarten“ bereits erwähnt, haben viele Menschen ein immer größeres Bedürfnis nach Gärten und der freien Natur.
Einige richten sich ihre eigene grüne Oase im Garten oder Schrebergarten ein, andere verschönern ihren Balkon oder Terrasse und dann gibt es noch welche, die mithelfen die Stadt zu begrünen: die Guerilla-Gärtner.

 

Hier regieren noch die Gartenzwerge

 
Das Bild der Schrebergärten hat sich in den letzten Jahren verändert. Etliche Gartenzwerge mussten bereits Schwimmbecken und Co. Platz machen. Doch in ein paar Gärten regieren noch die Gartenzwerge. Einen speziellen, haben wir in der Schrebergartensiedlung Stadionallee, im 2. Bezirk, entdeckt.

Bereits am Gartentor werden wir von zahlreichen Gartenzwergen angegrinst. Im gesamten Garten, sowie auch im kleinen Häuschen sind die Gnome versteckt.
Ein älteres Ehepaar kümmert sich liebevoll um die insgesamt 129 Gartenzwerge, welche schon diverse TV-Auftritte und Interviews hinter sich haben.

Vor gut 40 Jahren haben sie mit einem Gartenzwerg begonnen. Über die Jahre sind immer mehr dazu gekommen; auch Nachbarn und Neo-Schrebergartenbesitzer geben teils ungewollte Gartenzwerge – meist aus Hinterlassenschaften der Vorbesitzer – in die Obhut des Ehepaars. Vom Schneewittchen mit ihren 7 Zwergen, über Rotkäppchen, bis hin zu etlichen Gartenzwergen mit unterschiedlichsten Garten- oder anderen Werkzeugen tummeln sich im Garten – ein wahrlich schöner Anblick, wenn man Gartenzwerge mag.
 

Wie bekomme ich meinen eigenen Schrebergarten?

 
Wer Interesse an einem bestehenden Kleingarten hat oder einen Platz sucht, um seine Gartenzwerge ein neues Heim zu geben, muss sich an die zuständige Vereinsleitung des jeweiligen Kleingartenvereins direkt wenden.
Zur Zeit werden keine Anmeldungen für neuaufgeschlossene Kleingärten entgegengenommen. Somit kann man sich lediglich für einen bestehenden Kleingarten anmelden. Auf Grund des enormen Andrangs kommt es jedoch zu langen Wartezeiten.
 

Öko-Ernteland

 
Seit dem Frühjahr 2011 besteht auch die Möglichkeit eine Öko-Erntelandparzelle des Zentralverbands der Kleingärtner und Siedler Österreichs zu erwerben.
Das Grundstück mit 9.268 m2 (ca. 80 Parzellen) befindet sich im 21. Bezirk und die Parzellen können saisonal vergeben werden. Die Parzellen werden nach ökologisch-biologischen Regeln mit kontrolliert biologischen Gemüsesorten bepflanzt.

Alle Infos, wie man zu einem Schrebergarten oder Öko-Ernteland kommt:
www.wien.gv.at
 

Der Kampf gegen Beton – Guerilla Gardening

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Guerilla Gardening wurde ursprünglich als Mittel zu politischen Protesten und zivilen Ungehorsam eingesetzt. Vorrangig in Großstädten wurden öffentlichen Grünflächen bepflanzt.
Mittlerweile ist Guerilla Gardening zum Trend geworden und verbindet den stillen Protest mit dem Nutzen der Ernte beziehungsweise mit der Verschönerung betonierter Innenstädte.
 

Der Anfang

 
Seit 1970 nimmt die Bewegung der Guerilla-Gärtner von New York aus ihren Lauf und breitet sich in die Metropolen der westlichen Welt aus.
Bekannt wurde diese neue Protestform vor allem, als am 1. Mai 2000 Globalisierungskritiker, Anarchisten und Umweltaktivisten – bewaffnet mit Spaten und Setzlingen – den verkehrsreichen Parliament Square in London umgruben und bepflanzten, begleitet von einem Transparent „die Straßen zurückzuerobern“.
Die Aktion wurde in unterschiedlichsten Formen wiederholt und verfeinert.

Guerilla-Gärtner arbeiten bevorzugt verdeckt und an abgelegenen Standorten. Für heimliche Aussaaten werden sogenannte Samenbomben speziell an belebten oder auch schwer zugänglichen Plätzen genutzt. Diese Bomben bestehen aus einer Mixtur von Erde, Ton und Samen, welche zu einer Kugel geformt, getrocknet und schließlich im Vorbeigehen unauffällig platziert werden.
 

Moos-Graffiti

 
Selbst graue Betonpfeiler werden mit einem Gemisch aus Buttermilch, etwas Zucker, Wasser und Moos besprüht oder beschriftet. Nach kurzer Zeit, unter idealen Vorraussetzungen, fängt der Pfeiler an zu „wachsen“.

Ein Ziel der Guerilla-Gärtner ist Städte lebenswerter zu gestalten und „mit eigenen Händen“ zu erobern. Der Wunsch nach Selbstversorgung vermischt sich mit dem Protest gegen die Agrar-Industrie. Es kommt auch vor, dass Gentechnik-Freilandversuche durch heimliches Zwischensäen von natürlichen Pflanzen gestört werden. Auch der illegale Anbau von Gemüse auf Brachland oder zwischen Hochhäusern gilt als Protest.

Die Guerilla-Gärtner haben weltweit innerstädtische Brachflächen, Grünstreifen, Verkehrsinseln und Hinterhöfe begrünt, sowie Biotope, Gemeinschaftsgärten und Pflanzenbeete angelegt.

 


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Kategorie: Allgemein