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Saugroboter: So wird Ihre Wohnung automatisiert geputzt

Seit Ende der 1990er gibt es Staubsaugerroboter. Mittlerweile gehen regelmäßig Modelle über den Ladentisch, die richtig große Nachfrage nach ihnen gibt es in der breiten Bevölkerung jedoch nicht.

Saugroboter: Eine gute Idee?
Wir schauen uns das Thema genauer an…

Vor- und Nachteile von Saugrobotern

Die Form der meisten Saugroboter ist ähnlich – diskusförmig, flach. So können sie ideal über den Boden wuseln. Allerdings hat diese Form auch eine grundlegende Einschränkung zur Folge, die Sie vor dem Kauf berücksichtigen sollten: Saugroboter funktionieren auf glatten Flächen und kurzen, flachen Teppichböden. Mit hohen, dicken Teppichen haben sie jedoch fast alle Probleme – und zwar sowohl beim Befahren als auch beim Reinigen.
Das heißt: Sie bleiben hängen beim Versuch auf den Teppich zu kommen, streifen dabei auch gerne zuvor aufgesaugte Staubfusel ab. Und ihre Saugkraft ist zu gering, um tiefe Teppiche ordentlich zu reinigen. Generell ist ihre Saugkraft niedriger als bei klassischen Staubsaugern.
Zudem tun sich Saugroboter in den meisten Fällen schwer, die Ecken von Räumen zu säubern – was auch relativ logisch ist.

Hindernisse aus dem Weg räumen

Der Einsatz von Saugrobotern ist nur dann sinnvoll, wenn wenig herumsteht. Möbel sind Hindernisse, die zwar umfahren werden können (das gelingt je nach Modell besser oder schlechter), wenn es jedoch zu viele „Hindernisse“ gibt, tut sich der Roboter schwer mit dem Putzen. Herumliegende Kabel sind ein typisches Problem: Zum einen bleibt der Roboter an ihnen hängen, zum anderen besteht die Gefahr, dass er daran hängende Geräte (z. B. eine Tischlampe) herunterreißt.

Große Bandbreite: Vieles ist möglich

Der Grund, warum Besitzer von Saugrobotern oft sehr unterschiedliche Meinungen über den Nutzen dieses Spielzeugs haben, ist nicht nur, dass Anforderungen unterschiedlich aussehen, sondern dass es auch eine große Bandbreite an Produkten gibt. Die Preise schwanken von 40 bis zu 2.000 Euro.

Diese Vielfalt macht es auch unmöglich, bestimmte Modelle zu empfehlen – wir können jedoch auf Unterschiede hinweisen.

Günstigere Varianten müssen beispielsweise von Hand gereinigt und aufgeladen werden, während kostspieligere den Schmutz selbsttätig in der Ladestation entfernen und sich zum Aufladen automatisiert dorthin begeben. Wobei es auch vorkommen soll, dass Saugroboter nicht rechtzeitig zur Station zurückkehren und „liegenbleiben“.

Wichtig ist eine realistische Einschätzung der Fähigkeiten eines Saugroboters. Angeblich schaffen auch die neuesten Generationen nicht mehr als vier Räume – für mehr reicht die Akku-Kapazität einfach nicht.

Sensoren, Mapping und Navigation

Saugroboter haben entweder mechanische oder elektrische Sensoren, um Hindernisse zu erkennen. Günstige Modelle verfügen über die mechanische Variante, d.h. wenn sie gegen ein Hindernis fahren, werden sie durch eine Feder weggedrückt und ändern ihre Richtung.

Exklusivere Roboter besitzen elektrische Sensoren (z. B. Infrarot) und verhindern so, dass sie Ihre Möbel regelmäßig „bearbeiten“. Sie erkennen zudem Treppen und Schwellen und stürzen sich somit nicht in die Tiefe.

Eine weitere Unterscheidung ist die Systematik, nach der ein Saugroboter Ihre Wohnung abfährt. Die einfache Variante ist, dass der Roboter nach vordefinierten Bewegungsmustern herumsaust, die per Zufall abgerufen werden. Da kann er zufällig schon mal die eine oder andere Fläche auslassen.

Ausgefeilter ist das sogenannte „Mapping“: Der Roboter erstellt einen Raumplan, erkennt Hindernisse etc. Mittels eines Wochenprogramms putzt er jeden Tag eine andere Fläche, arbeitet also ganz systematisch.

Auch möglich: eine GPS-Lösung. Ein Sender verteilt ein Signal im Raum, an dem sich der Saugroboter orientiert.

Fazit

Böse Zungen behaupten ja, dass Saugroboter den Dreck mehr verteilen als dass sie ihn reinigen. Was sie jedenfalls nicht machen: einen total verschmutzten Wohnraum blitzblank säubern. Eher schon sind sie eine Unterstützung, um eine saubere Wohnung sauber zu halten.

Man kann Saugroboter als nettes Spielzeug für technikbegeistere „erwachsene Kinder“ ansehen, die sich mit der harten Realität des Putzens spielerisch auseinandersetzen wollen und dafür auch bereit sind, Geld auszugeben. Aufgrund ihrer geringeren Saugkraft stellen sie eher eine Ergänzung zum klassischen Staubsauger dar, auch wenn ihr Einsatz unter bestimmten Vorbedingungen durchaus praktisch ist.

(Foto Credit: Nagy Csongor)


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Kategorie: Tipps & Tricks zuhause