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Was Schlüsseldienste kosten. Wie Sie das Aussperren verhindern.

Ein abrupter Durchzug durch die Wohnung, während man kurz den Müll vor die Tür stellt und schon ist es passiert – die Tür fällt ins Schloss, man steht in Unterhosen und ohne Schlüssel im Stiegenhaus oder im Freien und kommt nicht mehr hinein.

Es geht auch bizarrer: Ein Freund von mir ist regelmäßig zu Vollmond schlafwanderlisch aus seiner Wohnung spaziert und insgesamt drei Mal leicht bis gar nicht bekleidet vor seiner Tür im Stiegenhaus aufgewacht. Kann die Nachbarn ziemlich irritieren.

Ein Schlüssel
 

Schlüsseldienste: Worauf man achten muss

 
Leider kann man nicht verallgemeinern, was ein Schlüsseldienst kosten darf. Der Preis wird durch die Leistung bestimmt. Es ist ein Unterschied, ob eine ins Schloss gefallene, unversperrte Türe geöffnet wird. (Was eine Sache von wenigen Sekunden ist, mit ein wenig krimineller Übung und dem richtigen Gerät kannst du es selber.) Oder ob ein abgesperrtes Schloss bei Schlüsselverlust aufgebrochen und danach ein neues eingebaut werden muss.

Auch die Art der Türe entscheidet über den Preis. Eine Hochsicherheitstür ist vom Aufwand her schwerer zu öffnen und daher auch teurer. Allerdings nicht unbedingt. Wenn sie unversperrt ist, kann es sein, dass sie ebenso einfach zu öffnen ist wie eine normale Tür. Was dir nicht jeder Schlosser erzählen wird.

In der Nacht und am Wochenende steigen die Kosten ebenfalls (eine Information, die dir im Bedarfsfall nicht viel nutzen wird). Und nicht zuletzt variieren die Preise je nach Bundesland und Region.

Es gibt übrigens ein Vergleichsportal für seriöse Schlüsseldienste
 

Aufgepasst: Das ist wichtig

 
Was daher wichtig ist: Frage immer VORHER, wie viel das Service kosten wird. Wenn du mitten in der Nacht nackt beim Nachbarn anklopfen, damit er einen Schlüsseldienst kontaktiert, wirst du nicht viele Auswahlmöglichkeiten haben. Solltest du jedoch selber anrufen, frage auf jeden Fall nach dem Preis, vergleiche mehrere Schlüsseldienste, verhandle mit ihnen, falls möglich. So können dich etwaige Strizzis nicht im Nachhinein mit einem überhöhten Scherzpreis überraschen.

Generell ist ein Anbieter aus der näheren Umgebung günstiger, längere Anfahrtskosten werden richtig teuer. Zudem hat die Stiftung Warentest (allerdings für Deutschland) festgestellt, dass überregionale Schlüsseldienste meist kostspieliger sind und häufig miserabel arbeiten. Dazu zählt zum Beispiel, dass unnötigerweise ein neuer Zylinder eingesetzt wird, wie die Verbraucherzentrale Berlin wiederum für Deutschland herausfand. Das geschah in mehr als 50 % der Fälle bei untersuchten Beschwerden über zu hohe Kosten.
 

Zusammengefasst also…

 
– Rufe eher Schlüsseldienste in deiner näheren Umgebung an. (Achtung: Manche Anbieter erwecken durch gezielte Inserate bewusst den Eindruck, in jedem Bezirk einen Stützpunkt zu haben.)
– Frage am Telefon bereits nach dem Preis – inklusive Anfahrt und aller restlichen Kosten. Erkläre genau, was dein Problem ist (Tür abgesperrt oder unversperrt, Schlüssel weg oder in der Wohnung etc.).
Vergleiche mehrere Schlüsseldienste. Einige dich auf einen Preis, bevor du den Auftrag erteilst. Wenn der Schlüsseldienst keinen Preis nennen will, ist es der falsche! Du darfst übrigens auch gerne verhandeln (im Vorhinein!).
– Wenn mehrere Anbieter ähnliche Preise bieten, entscheide nach Bauchgefühl, welchem Anbieter du mehr vertraust.

 

Erst gar nicht in Verlegenheit geraten

 
Am besten ist es natürlich, du kommst erst gar nicht in die Situation, viel Geld für einen Schlüsseldienst ausgeben zu müssen. Die beste Vorkehrung ist ein Ersatzschlüssel, hinterlegt bei vertrauensvollen Nachbarn, in der Nähe wohnenden Familienmitgliedern oder Freunden.

Damit das funktioniert, darf der Schlüssel nicht innen stecken und das Schloss blockieren (das ist nicht bei jedem Zylinder der Fall, aber den meisten). Wie man das am besten verhindert, muss jeder nach den persönlichen Gewohnheiten entscheiden.

Doch es gibt auch Innovationen, die Schlüsseldienste überflüssig machen.
Dazu zählen Türschlösser, die nicht mit Schlüsseln, sondern per Fingerabdruck geöffnet werden – ist natürlich kostspielig.

Digitale Zylinder und Zutrittsysteme ermöglichen ein elektronisches Öffnen per Chip-Transponder.
Der Vorteil: Geht dieser verloren, kann man die Zutrittsberechtigungen recht einfach, schnell und auch kostengünstig umprogrammieren. Das ist angeblich deutlich günstiger als der klassische Schlüsseldienst.

Auch mit dem Smartphone lassen sich Türen mittlerweile öffnen. Es übermittelt einen bestimmten Farbcode, der von einem Sensor an der Tür erkannt wird. An die Putzfrau, Pflegepersonal oder Gäste, die zu früh dran sind, kann per SMS ein temporärer Schlüssel zugesandt werden.

Für verlorengegangene Schlüssel gibt es mittlerweile eine ganze Reihe an kleinen, smarten Anhängern etc., die mit dem Smartphone gekoppelt werden und beim Finden des Schlüssels helfen. Kann man auch für verschwundene Portemonnaies etc. verwenden.

So, und jetzt viel Glück, dass du die Informationen hier möglichst selten benötigst!

 


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Kategorie: Tipps & Tricks zuhause