Variabler oder fester Zinssatz

Zinsen: Unterschied zwischen variablem und festem Zinssatz

Wenn Sie einen Kredit aufnehmen, um Ihren Immobilienkauf zu finanzieren, machen Sie im Grunde nichts anderes, als Geld für einen bestimmten Zeitraum zu kaufen. Der Zinssatz wird dadurch definiert, zu welchen Bedingungen sie das Kapital erhalten – denn natürlich ist nichts umsonst. Die Zinsen haben übrigens nichts mit dem Verdienst der kreditgebenden Bank zu tun. Diese verdient am Aufschlag auf den Einkaufspreis des Geldes, aber nicht an den Zinsen. Aber der Reihe nach.

Wenn Sie einen Kredit aufnehmen, beauftragen Sie (vereinfacht und verständlich gesprochen) ein Finanzinstitut damit, Geld für Sie zu kaufen. Im Normalfall ist das keine große Sache – außer in Krisenzeiten, wo niemand mehr Geld leiht, wie wir das in letzter Zeit öfter gesehen haben.

Die Bedingungen, zu denen Banken ihr Geld ein- und verkaufen, ändern sich natürlich im Laufe der Zeit – geregelt durch Angebot und Nachfrage am Markt. Ein Indikator für die sich ändernden Bedingungen ist zum Beispiel der EURIBOR. Dieser ist ein Mittelwert aller An- und Verkäufe von Geld aller Banken Europas. Er setzt somit tagesaktuell fest, wie teuer Geld auf den diversen Märkten gerade ist.

Bei einem variablem Zinssatz passen die Banken am Ende des Quartals ihre Zinsrate an, je nachdem ob der EURIBOR steigt oder fällt, und informieren Sie per Brief oder E-Mail über den neuen Zinssatz für das kommende Quartal. Als Folge werden die Zinskosten für Sie teurer oder billiger.

Jetzt wundern Sie sich vielleicht: Warum ändert sich der Zinssatz jedes Quartal? Kauft die Bank jedes Quartal aufs Neue Geld für mich? Genau das tut Sie. Und wenn Sie sich fragen, warum der Kreditgeber nicht zu Beginn, wenn Sie den Kredit aufnehmen, den gesamten Betrag auf einmal kauft, ist die Antwort recht einfach – langfristig eingekauftes Geld ist teurer, sprich die Zinsen sind höher. Und das ist auch nicht in Ihrem Interesse.

So entsteht also der variable Zinssatz.
Dem stehen die sogenannten Fixzinsen gegenüber. Denn der Wunsch nach fixen Zinsen – also der Garantie, dass die Zinsen unverändert bleiben über einen bestimmten Zeitraum – ist in Zeiten wie diesen verständlich, wo die Zinsen niedrig sind. Und die Möglichkeit dazu gibt es auch: Sie beauftragen Ihren Kreditgeber, das Geld für einen längeren Zeitraum einzukaufen. Dadurch sind die Zinsen für diesen Zeitraum fix definiert. Sie fallen wie gesagt höher aus als variable Zinsen – allerdings sind Sie abgesichert, sollten die Zinsen in Zukunft irgendwann stark ansteigen.

Ein Zeichen des Vetrauens sagt mehr als viele Worte

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