Nebenkosten, die beim Immobilienkauf entstehen

Ein Fehler, der bei der ersten Kostenaufstellung bei einer Immobilienfinanzierung leider immer wieder gemacht wird, ist das Vernachlässigen der Nebenkosten. Diese machen jedoch einen beträchtlichen Posten aus.

Allgemein wird grob gerechnet von 10 % des Kaufpreises der Immobilie ausgegangen, die in Form von Nebenkosten noch einmal dazu kommen. Im Detail variieren die Nebenkosten jedoch von Fall zu Fall individuell.

Wir haben eine Übersicht zusammengestellt, wie sich die Nebenkosten aktuell zusammensetzen.

Makler
Wird der Immobilienkauf über einen gewerblichen Makler abgewickelt, fallen meist 3 % vom Kaufpreis an Provision für dessen Leistungen an (bei niedrigpreisigen Objekten kann die Provision bis zu 4 % betragen). Dazu kommen noch 20 % Mehrwertsteuer, somit beträgt der zu zahlende Anteil bis zu 3,6 % (bzw. bis zu 4,8 %). Die Maklerprovision kann verhandelt werden.

Anwalt / Notar
Das Aufsetzen des Kaufvertrags, der Eintrag ins Grundbuch – diese und noch weitere Tätigkeiten fallen in den Verantwortungsbereich von Anwalt und Notar. Die Höhe der tatsächlichen Kosten richtet sich in diesem Fall meist nach dem Kaufpreis der Immobilie, allerdings ist das Honorar zumindest des Anwalts letztendlich Vereinbarungssache.

Eintragungsgebühr ins Grundbuch
Nehmen Sie einen Kredit auf, um Ihren Immobilienkauf zu finanzieren, so wird dieser in den meisten Fällen mit einer Hypothek auf die Immobilie besichert. Damit wird die Finanzierung im Grundbuch eingetragen – die Eintragungsgebühr für diese „Verbücherung“ beträgt 1,1 % des im Grundbuch festgehaltenen Betrags.

Grunderwerbsteuer
Bis zur Steuerreform 2016 wurde die Grunderwerbsteuer ausgehend vom dreifachen Einheitswert (wird vom Finanzamt definiert) ermittelt, was allgemein günstiger war. Mittlerweile wird sie anhand des Grundwerts berechnet, der am wesentlich höheren Verkehrswert angelehnt ist.

Status quo ist folgender:
Sie zahlen 3,5 % des Grundwerts als Grunderwerbsteuer, wenn die Immobilie von jemandem außerhalb Ihrer Familie erworben wird. Erfolgt der Deal innerhalb der Familie, kommt ein Stufenmodell zum Einsatz und Sie zahlen je nach Wert der Immobilie 0,5 bis 3,5 % Grunderwerbsteuer.

Zur Ermittlung des Verkehrswerts muss ein Gutachter herangezogen werden, der in der Regel rund 2.000 Euro kostet – ebenfalls ein nicht zu vernachlässigender Kostenfaktor.

Bearbeitungsgebühr oder Kreditabschlussgebühr
Diese Gebühr wird an die Bank einmalig für die Kreditbearbeitung entrichtet. Konkret werden damit die Bonitätsprüfung, die Erstellung des Kreditvertrags etc. beglichen. Üblicherweise beträgt die Bearbeitungsgebühr 0,5 bis 3 % der Kreditsumme und wird bezahlt, wenn der Kredit ausgefertigt wird. Bezüglich der genauen Prozentzahl kann verhandelt werden – eine Spezialität von ungebundenen Finanzierungsexperten, die hier mehr als Privatpersonen rausschlagen können, da sie Großkunden der Banken sind.

Finanzierungsnebengebühren
Nehmen Sie einen Kredit auf, fallen Nebengebühren für die Führung des Kreditkontos etc. an. Diese können bis zu 5 % der Finanzierungssumme hinzuaddieren!

Ein Zeichen des Vetrauens sagt mehr als viele Worte

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