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Zu Hause bei: (Hello) Kitty White

Zimmer im Hello Kitty Design

Und wieder einmal beginnen wir diese Serie mit einer kleinen Schwindelei – wie beim Besuch der Baywatch-Türme, des Todessterns oder von Monkey Island. Denn eigentlich präsentieren wir auf dem Foto nicht das Zuhause von Kitty White oder Haro Kiti (wie sie im japanischen Original heißt), sondern das in prächtigem rosa gestaltete Heim eines richtigen Hello Kitty Fans. Und davon gibt es nicht gerade wenige. Aber eins nach dem anderen.

 

Klassische Hello Kitty Darstellung

The Story of Kitty

 
Die als „Hallo Kätzchen“ bekannte Figur hat die Lebenszeit einer Katze ja eigentlich längst überschritten. 1975 wurde sie vom japanischen Unternehmen Sanrio auf den Markt gebracht, nachdem Kitty im Vorjahr von der Mitarbeiterin Yuko Shimizu entworfen wurde.

Der Grund: Sanrio verkaufte allerlei Artikeln wie Sandalen, Pantoffeln, Brieftaschen etc. Bereits in den 60ern entdeckte man, dass der Umsatz gesteigert werden konnte, indem kleine Verzierungen wie Blumen, Erdbeeren, Schleifen auf die Produkte gedruckt wurden.

Bald ging man dazu über, Lizenzen für bekannte fiktive Figuren wie Snoopy oder Barbie zu erwerben – was den Gründer von Sanrio mächtig ärgerte, weil diese nicht gerade billig waren. Also beschloss er kurzerhand, seine eigene Figur zu entwerfen.
Und Kitty White schlug mit ihrer rosa Welt und dem fröhlichen „Hello Kitty!“ voll ein.

Der Absatz von Sanrio verdoppelte sich dank der neuen Motive jeweils in den ersten beiden Jahren. Jetzt begann man selbst Lizenzen zu verkaufen. Das Resultat: Schon bald zierte das markante Kätzchen ohne Mund zahlreiche Produkte vom Kinder-Futon, Toaster, Staubsauger über Gitarren, Parfüm, Schmuck bis hin zu Kreditkarten, Fernsehern, ja sogar Autos.

Damit kommen wir auch zu den Immobilien. Genaugenommen kommen wir nach Hause.
 

Wohnen mit Hello Kitty

 
Denn offensichtlich ist es ein beliebter Trend, sein Zuhause oder zumindest ein Zimmer im rosa Hello Kitty-Stil zu gestalten. Verantwortlich sind dafür zum einen junge Fans – aber nicht ausschließlich.

Der Grund:
Nach einer Phase großer Popularität Mitte bis Ende der 70er, flaute die Begeisterung für Kitty etwas ab. Bis die Fans erwachsen wurden und ihren eigenen Kindern Hello Kitty Produkte im großen Stil kauften. Dazu gelang der popkulturelle Durchbruch, nicht zuletzt weil Stars wie Mariah Carey die Katze als modisches Accessoire nutzten.

Hello Kitty wurde zur Kultmarke sogenannter „Kidults“ (= Erwachsene, die kindliche Vorlieben bewahren). Und bei diesen wurde das Motiv im Schlaf- und Wohnzimmer ebenso populär wie bei jüngeren Fans als erstes selbst gewähltes Kinderzimmer-Design.

So unwahrscheinlich das manchen erscheinen mag – es führt unter anderem hierzu:

 

Ein schön rosa Hello Kitty Zimmer

Mehrere Zimmer mit eigenem Hello Kitty Durchgang

Wie schön: Ein Hello Kitty Haus

 

Schräge Fakten rund um Hello Kitty

 
50.000 Produkte mit Hello Kitty Motiven gibt es in mehr als 60 Ländern weltweit, die Sanrio einen Umsatz von mehr als 500 Mio. Dollar bescheren. Von der Fender Stratocaster bis hin zum Jet einer Fluglinie ist alles dabei. Das eigene Musikalbum „Hello World“ überrascht da nicht wirklich.

Aber natürlich geht es noch viel schräger.
In Japan gibt es zwei Themenparks – so weit so gut. In Taiwan gibt es zudem ein rosa Restaurant („Hello Kitty Sweets“) und sogar eine Geburtsklinik, die komplett im Hello Kitty Design gestaltet ist – inklusive Krankenschwester-Uniform, Bettzeug, Zimmereinrichtung und Hülle des Geburtszertifikats. Wie schön.

 

Geburtenklinik in Taiwan mit Hello Kitty Motto


 
Das Kätzchen wurde 2008 von Japan zum Tourismusbotschafter für China und Hong Kong ernannt, die UNICEF verlieh den Titel Special Friend of Children.
 

The Dark Side of Kitty White

 
So viel Niedlichkeit wird natürlich auch ins Gegenteil verkehrt: Die thailändische Polizei bestrafte eine Zeit lang Beamte für ihre Fehltritte damit, dass sie eine rosa Hello Kitty Armbinde tragen mussten.

Im Videospiel „I wanna be the Boshy“ fungiert Kitty White als Endspielgegner von Level 1, wo sie den Spieler nach der Aussage „I f**** hate Hello Kitty“ wutentbrannt attackiert.

Und dann gab es da noch die Geschichte mit dem (offiziell lizensierten) vibrierenden Schultermassagegerät, das zum Kultobjekt in Pornofilmen wurde und sich in einschlägigen Geschäften und Hotels zum Verkaufsrenner entwickelte.

In Hong Kong ging sogar ein Hello Kitty Mordfall in die Geschichte ein. Allerdings hatte der ursächlich eigentlich nichts mit dem süßen Kätzchen zu tun, der Name dürfte eher der sensationsheischenden Berichterstattung der Medien geschuldet sein.

Und damit sagen wir auch schon wieder „Goodbye Kitty“.

Ähnliche fiktive Immobilien:
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Bildquellen:

Bild Hello Kitty: http://ses-creative.com/de/ses-hello-kitty-1200
Titelbild, Zimmer: http://freshideen.com/dekoration/madchenzimmer-gestalten.html
Zimmer mit Durchgang: http://www.perfectlivin.com/9-adorable-hello-kitty-bedroom-ideas/
Haus: http://www.mycelebrityskin.net/2011/08/destinos-curiosos-hotel-house-hello.html
Geburtenklinik: http://freshideen.com/kinderzimmer/innendesign-ideen.html


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Kategorie: Fiktive Immobilien