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Novelle der Immobilienmakler-Verordnung: Niedrigere Provisionshöchstsätze für Mieter

Für heftige Diskussionen sorgt derzeit die Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend, mit der zum 1.9.2010 die Verordnung über Standes- und Ausübungsregeln für Immobilienmakler geändert wurde. Die Änderungen betreffen insbesondere die Höchstsätze der Maklerprovisionen:

Neue Höchstbeträge gelten nur für die Vermittlungen von Mietverträgen (und Verträgen über sonstige Gebrauchs- und Nutzungsrechte) an Wohnungen und Einfamilienhäusern für die mit dem Mieter (bzw. Nutzungsberechtigten) vereinbarte Provision. Konkret gelten folgende neue Begrenzungen:

  • Mietvertrag unbefristet oder länger als 3 Jahre befristet:
  • max. 2 Bruttomonatsmieten
  • Mietvertrag bis 3 Jahre befristet:
  • max 1 Bruttomonatsmiete
  • sonstiger Vertrag:
  • max 2 Bruttomonatsmieten
  • Vermittelt ein Hausverwalter eine Wohnung in einem von ihm verwalteten Haus, halbieren sich diese Beträge.

Für Provisionsvereinbarungen über Geschäftsraummieten und für Vereinbarungen mit dem Vermieter ändert sich nichts. Vereinbarungen, die vor dem 1.9.2010 abgeschlossen wurden, bleiben unberührt.

Eine wesentliche Neuerung findet sich auch im neuen § 6 Abs 3 der Verordnung: In Inseraten für Mietwohnungen müssen Angaben über die monatliche Gesamtbelastung des Mieters gemacht und der Betrag, sofern es keine Pauschale ist, detailliert in Hauptmietzins, Betriebskosten, Heizkosten und Umsatzsteuer aufgeschlüsselt werden.