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Berlakovich: Energieautarkie für Österreich bis 2050 ist machbar - BILD
Utl.: Erstmals umfassende Studie zur Energieautarkie präsentiert - Für morgen statt von gestern =

Wien (OTS) - Es gibt Fakten, vor denen man nicht die Augen verschließen darf: Der Energiebedarf steigt weltweit massiv an, der Energiehunger ist groß und es droht ein Energiekonflikt, in dem die unter die Räder kommen, die abhängig von anderen sind.

Zudem werden massive Preissteigerungen bei Öl erwartet, das WIFO rechnet mit einer Steigerung von 6,1 Prozent jährlich, das deutsches Institut für Wirtschaftsforschung sagt in den nächsten Jahren einen Preis von 200 Dollar voraus, selbst die OPEC sieht den Ölpreis in Richtung 200 Dollar pro Barrel steigen: für eine dreiköpfige Familie in einem Haus mit Ölheizung und Auto würde das jährliche Mehrkosten von 3.360 Euro betragen. "Doch es geht auch anders: Meine Antwort darauf ist die Energieautarkie für Österreich. Wir legen heute erstmals eine umfassende Studie vor, die belegt: Energieautarkie für Österreich bis 2050 ist machbar. Das heißt: Eine Versorgung Österreichs zu 100 Prozent aus eigenen erneuerbaren Energieträgern ist möglich", so Umweltminister Niki Berlakovich heute anlässlich der Präsentation einer Studie zum Thema "Energieautarkie".

"Das bedeutet: Energie 100 Prozent aus Österreich. Österreich erzeugt im besten Fall mindestens soviel Energie wie es selbst verbraucht, und das aus heimischen Ressourcen. Nur das macht uns unabhängig von der Willkür Öl-, Gas- und Atommächte, nur das sichert uns und unseren Kindern in Zukunft die Energieversorgung, nur das schützt nachhaltig unser Klima," so Berlakovich weiter.

Berlakovich: "Was wir brauchen, liegt auf der Hand. Meine drei Schwerpunkte sind: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und green jobs. "Der Weg in Richtung Energieautarkie geht nicht von heute auf morgen, es bedarf großer Anstrengung und eines langfristigen Umbau unseres Energie- und Wirtschaftssystems. Aber bis 2050 könnte Österreich ausreichend Energie aus Wasser, Sonne, Wind und Biomasse erzeugen", so Berlakovich.

Die Vergangenheit war fossil, die Zukunft ist Erneuerbar

Die Staaten müssen ihre Energiesysteme ändern. Wer früher dran ist, hat Nase vorne. Berlakovich: "Ich will dass Österreich die Nase vorne hat. Ich will, dass unser Energiesystem für morgen ist und nicht von gestern. Was von gestern ist, ist für mich klar: Öl, Gas und Atom sind von gestern. Wir dürfen nicht fahrlässig sein sondern müssen die Zukunft gestalten. Denn wer die Zukunft nicht in die Hand nimmt, wird von der Zukunft überrollt."

Die Vergangenheit war umweltbelastend, die Zukunft ist umweltschonend

Es gibt bereits Beispiele, die beweisen, dass es möglich ist: autarke Kommunen, autarke Familien, autarke Betriebe. So ist Güssing bereits energieautark, IBM entwickelt moderne Systeme für green-IT, in Wien können TouristInnen schon im energieautarken Hotel wohnen, in Vorarlberg gibt es ein intelligentes Bussystem, eine Familie aus Niederösterreich lebt energieautark und hat sich dafür bereits den Klimaschutzpreis verdient.

Nächste Schritte: Autarkiefahrplan gestartet - Ökoteam wird eingesetzt

Der Autarkiefahrplan ist bereits gestartet. In einem ersten Schritt sollen Expertinnen aus dem In- und Ausland eingebunden werden: in einem Ökoteam der besten Köpfe. Dann sollen die Stakeholder eingebunden werden und schließlich eine breite Diskussion mit der Bevölkerung geführt werden. "Gehen wir es an: Für morgen statt von gestern", schließt Berlakovich.

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OTS0153 2011-01-26/11:43

Personen auf Foto: V.l.n.r.: Prof. Wolfgang Streicher (Universität Innsbruck), Niki Berlakovich (Umweltminister).
Fotograf: Robert Strasser
Fotocredit: Lebensministerium/APA-Fotoservice/Robert Strasser
Ort: Österreich / Wien