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"Hier wird intensiv konsumiert..."
Andreas Tatzreiter, vielleicht besser bekannt als DJ Tim Anderson bei Radio Energy, wohnt mit seiner Freundin in einer großen Wiener Altbauwohnung nahe Augarten.
Kommt man in die Wohnung, kann man auch gleich etwas Geschichtliches lernen: Andreas Tatzreiter erklärt, warum es in den fast vier Meter hohen Wänden etliche Risse gibt. „ Im Augarten drüben stehen diese Flaktürme. In den 70er Jahren hat man versucht, sie zu sprengen, doch die Türme haben kaum Kratzer abbekommen. Jedoch sind alle Häuser im Umkreis gefallen, weil sie auf Morast, also auf dem weichen Auboden gebaut worden sind.“ Und auch sein Haus hat damals ein wenig Schaden genommen – man sieht, dass die Türen nicht mehr ganz in ihren Rahmen passen. Doch Andreas und seine Freundin Selma stört das nicht. Die Wohnung hat schließlich einige Vorteile zu bieten.
Sie ist in sehr hellen Tönen gehalten. Die Farben hellblau, türkis und beige dominieren. Warum so hell? „Dunkles Holz erinnert mich immer so an diese Mahagonitüren, die es in so ziemlich allen Schulen gibt – deshalb kommen mir keine dunklen Möbel in die Wohnung!“ Die großen Fenster lassen außerdem viel Licht herein und machen die Räume noch heller. „Außerdem bieten sie einen weiten Blick hinüber zum Augarten, aber auch bis zum Donauturm und zur Millennium City.“
„Ich sammle in der Wohnung viele Erinnerungsstücke: zum Beispiel eine Wasserpfeife aus Marokko, Kerzen aus Spanien, Lampions aus Ibiza, eine blaue Keramiklampe aus der Türkei…“ Zudem ist die Wohnung ziemlich groß. „Am Anfang sind wir hier Rollschuh gefahren! Es war so ungewohnt, so viel Platz..“
Und welches ist nun sein Lieblingsmöbelstück? „Ein Schaukelstuhl, ganz klassisch gebaut.“ Was ist das Besondere an diesem? „Mein Bruder hat ihn mir vor vielen Jahren einmal zu Weihnachten geschenkt. Wir feiern Weihnachten immer traditionell mit der Familie in Amstetten. Er hat sich sogar die Mühe gemacht, ihn einzupacken. Da war dieses Riesenpaket..“ Die große Bedeutung, die der Schaukelstuhl für ihn hat, versteht man aber erst, wenn man den Hintergrund dazu kennt: „Mein Bruder hat seit der Geburt ein spastisches Handicap, er hat sich aber nicht davon unterkriegen lassen und sich nahezu unbehindert durchs Leben gekämpft. Er hat diesen Schaukelstuhl zusammen mit einem Tischler designt; er hat ihn selbst gezeichnet und gebaut. Er ist eigentlich Installateur, also war das wirklich eine tolle Leistung. Deswegen hat der Stuhl für mich so eine wichtige Bedeutung.“
Wird der Schaukelstuhl auch regelmäßig verwendet? „Ja. Ich schaue mir alle Fußball-Champions-League-Spiele und den Superbowl in ihm an.“ Für seine Freundin ist er ein Trostspender. „Wenn sie mal traurig ist, dann legt sie sich in den Schaukelstuhl und schläft dort stundenlang.“
Aber Andreas‘ Lieblingsbeschäftigung in dem Stuhl ist Lesen. „Ich arbeite sehr viel und schätze es dann sehr, wenn ich mal dazu komme, mich zu entspannen. Ich lese unglaublich gerne Zeitschriften, da hau ich mich mit meiner Lesetasche in den Schaukelstuhl und dann wird intensiv konsumiert.“