Immobilien vom erfahrenen Partner


Interview Valerija Karsai - Sieger Mystery Shopping
Valerija Karsai, Wüstenrot Immobilien


Erstmals Gratulation zum Sieg unseres Mystery Shoppings.

Gleich zu unserer Fazit Frage, ist es unmöglich dass ein Makler jede Immobilie die er betreut aus dem FF kennt?
Nein, mit Sicherheit nicht. Natürlich kann es vorkommen, dass unser Mitarbeiter, der bis zu 70 Immobilien betreut, Detailfragen wie die zur Höhe des Reparaturfonds nicht aus dem Gedächtnis auf den Cent genau beantworten kann. Doch da sollte ein Blick in den Objektakt genügen..

Was ist Ihrer Meinung nach der große Unterschied zwischen Ihrem Unternehmen und vielen Mitbewerbern? Worauf begründen Sie Ihren Erfolg?
Unser Erfolg basiert zum größten Teil auf unseren ausgezeichneten Mitarbeiterstab. Unsere Kunden stellen einen hohen Qualitätsanspruch an ein Unternehmen das den Namen Wüstenrot trägt. Dementsprechend erfolgt unsere Mitarbeiterauswahl, ob Innen- oder Außendienst, nach strengen Kriterien.

Merken Sie bei Ihren Mitarbeitern öfter Signale die Anfragen, sei es per Mail oder per Telefon nicht bearbeiten zu wollen, wenn ja wie wirken Sie entgegen.
Nein, ein solches Verhalten konnte ich in unserem Unternehmen noch nicht beobachten.

Können Sie Büros nachvollziehen, die auf Anfragen nicht reagieren bzw. könnten Sie sich Gründe vorstellen?
Keinesfalls. In Anbetracht der nicht unerheblichen Mittel die Immobilienmakler für Werbung und Insertion ihrer Objekte aufwendet auf die Anfrage eines Interessenten nicht zu reagieren ist mir unverständlich. Mögliche Ursachen könnten eine ungenügende Kommunikation oder mangelnde Motivation der Mitarbeiter sein.

Bei Ihren beiden Unternehmen fiel uns im Bereich Anfragenbearbeitung ein großer Unterschied auf:

Die meisten großen Maklerunternehmen, wie auch die Wüstenrot haben zur Bearbeitung der Kundenanfragen in erster Instanz eine Assistentin, den persönlichen Kontakt übernimmt die Maklerin selbst. Bei der RESAG passiert alles aus einer Hand. Warum die unterschiedliche Handhabung?

Soweit mir bekannt, vermittelt die Resag vorwiegend Objekte aus dem konzerneigenen Immobilienstock. Makler der Wüstenrot Immobilien betreuen in erster Linie Privatkunden und sind auch mit der Aquisiton von Objekten beschäftigt. Dieser Umstand bewirkt eine häufige Abwesenheit des Maklers im Büro. Wir haben organisatorisch ein personell gleichbleibendes Makler/Innendienstgespann dass laufend zusammen arbeitet. Der Assistent kennt die Objekte seines Maklers und kann in dessen Abwesenheit unsere Kunden beraten, Unterlagen versenden und sich um eine rasche Terminkoordination kümmern.

Wie wichtig ist für Sie das Internet zur Kundengewinnung?
Ausgesprochen wichtig. Wir können eine Liegenschaft im Internet wesentlich informativer und kundenfreundlicher präsentieren, Bilder und Grundrisse darstellen. Inserate in Printmedien sind dagegen doch sehr eindimensional, Texte häufig zu kurz um eine klare Vorstellung beim Immobilien-
Suchenden zu wecken.

Führen Sie Statistiken von welchen Werbekanälen die Meisten Abschlüsse generiert werden konnten?
Ja.

Die Resag war klarer Sieger in punkto Auftritt – wie wichtig ist Ihrer Meinung nach Branding bei Immobilienbüros und welche Vorteile ziehen Sie daraus?
Als Maklerunternehmen das den Namen „Wüstenrot“ trägt, profitieren wir natürlich von dieser starken Marke. Unsere Kunden stellen aber auch einen hohen Qualitätsanspruch an uns, den es zu erfüllen gilt.

Welche 3 Schlagwörter fallen Ihnen ein, um ein Benchmark/ Leader in der Immobilienbranche zu sein?
Dienstleistungsqualität/Objektvielfalt/Vertrauenswürdigkeit (Betonung liegt hier auf „-würdigkeit“)

Das Maklerhonorar soll immer kleiner werden – wann hat Ihrer Meinung nach ein Makler die vollen 3 verdient?
Die Arbeit eines Immobilienmaklers ist, wenn sie richtig gemacht wird, eine sehr umfangreiche. In Anbetracht der Informationspflichten und Haftungen die wir unseren Kunden gegenüber haben, sind Diskussionen über die Höhe der Maklerhonorare der falsche Ansatz.
Vielmehr wünsche ich mir eine starke Standesvertretung die den Dienstleitungsumfang der Immobilienmakler dem Kunden gegenüber transparenter macht und bei regelmäßigen Verstößen von sog.“schwarzen Schafen“ entsprechend einschreitet.

Sehen Sie in den nächsten 5 Jahren Veränderungen in der Maklerbranche bzw. muss sich etwas verändern?
Der Trend geht eindeutig in eine Verbreiterung der Dienstleistung des Immobilienmaklers. Wir bieten bereits heute eine laufende Betreuung unserer Kunden auch nach Vertragsabschluss an. Ob Hilfestellung bei Behördenwegen, Umzugsservice oder die Ummeldung von Gas- und Strom.
„After Sales Service“ ist ein Thema das unsere Branche sicher noch beschäftigen wird.

Wir danken für das Interview!