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Kalt-warm für Mieter

In Deutschland ist es gängig, in Österreich setzt es sich immer mehr durch: von "kalt" und "warm" zu reden, wenn es um Mietpreise geht.

Damit ist keine Disziplinierungsmaßnahme für zahlungsunwillige Mieter gemeint, es geht auch nicht um die Raumtemperatur in der Mietwohnung. "Kaltmiete" bedeutet den Preis für die reine Raumnutzung ohne Nebenkosten, diese werden separat ausgewiesen (Müllabfuhr, Wasser, Gangbeleuchtung, Lift, Feuerversicherung etc.). "Warmmiete" steht für den Gesamtbetrag, den der Vermieter vom Mieter kassiert. In Österreich gebräuchlicher: die Begriffe Netto- und Bruttomietzins, wobei Ersterer der "Kalt-" und Letzterer der "Warmmiete" entspricht. Normalerweise einschließlich Umsatzsteuer - außer wenn es um die Maklerprovision geht. Die Höchstsätze dafür werden nach Bruttomonatsmieten ohne USt. berechnet (kassieren darf der Makler eine bis drei Bruttomonatsmieten, je nach Mietvertragsdauer).

Quelle: Die Presse, 18. November 2006